365 Tage vollgepackt mit Erlebnissen, Erfahrungen und Emotionen. Auf Wiedersehen 2016!

Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende und auch ich komme nicht drum rum, in der vorweihnachtlichen Stimmung das Jahr Revue passieren zu lassen. Der erste Eindruck: Es war unglaublich stressig, aufregend, spannend, spaßig, verrückt, schön. Ich habe so viele Dinge erlebt, so viele Sachen ausprobiert und gesehen, schöne Erinnerungen gesammelt und Menschen kennen gelernt, sodass 2016 schon jetzt wirklich besonders war, auch wenn es noch nicht ganz vorüber ist.

Der Beruf ist Alles. Oder so.

Beruflich hat sich viel getan bei mir. Anfang des Jahres habe ich meinem OP-Pfleger Dasein endgültig den Rücken gekehrt und habe als Werkstudent bei einem kleinen Personaldienstleister angefangen. Völlig ohne Vorerfahrung im Büroalltag freute ich mich riesig auf meine neuen Aufgaben und hatte eine sehr steile Lernkurve. Ein halbes Jahr später dann kam die große Überraschung: Eine der größten IT-Unternehmensberatungen der Welt wurde auf meine Bewerbung aufmerksam und stellte mich als Werkstudent in einem Projektteam ein! Auch hier konnte ich seit dem ersten Tag so viel lernen und mitnehmen, dass ich noch die nächsten Jahre darauf zurückgreifen kann. Ich sag euch, der erste Tag, an dem ich im Anzug zur Arbeit fuhr, hat mich schon irgendwie stolz gemacht. Seitdem habe ich mit meinem Team viele tolle Dinge erlebt: Wir haben unsere Kollegen in Toulouse näher kennengelernt und dort die Stadt und die kulinarischen Köstlichkeiten erkundet. Wir waren in Hamburg für eine Werksführung bei unserem Kunden und konnten die restliche Zeit dafür nutzen, eine Art teaminterne Weihnachtsfeier zu haben.  Und ich war auf einer internen Weiterbildung für ein paar Tage in Frankfurt am Main, wo ich endlich auch mal andere Werkstudenten und Praktikanten kennen lernen konnte. All das nehme ich absolut nicht für selbstverständlich hin und bin dankbar für jede neue Erfahrung, die ich mit meinen Kollegen hier machen durfte und darf.

Ab und zu werde ich gefragt, ob ich die Zeit im OP vermisse. Nein, das tue ich absolut nicht. Es war eine tolle Phase meines Lebens, ich habe unglaublich viel gelernt und mitnehmen können, habe tolle Kollegen und Freunde kennen gelernt, aber letztendlich war es nicht der richtige Beruf für mich. Deswegen war die Entscheidung mit meinem Betriebswirtschaftsstudium eine der besten, die ich gemacht habe, auch wenn ich anfangs das Gefühl hatte, wieder bei Null anfangen zu müssen.

img_0349

Wer nix wird, wird Wirt. Betriebswirt.

Dieses Jahr hatte ich gleich zwei Prüfungsphasen, die mich ein ums andere mal fast um den Verstand gebracht haben. Vor meiner allerersten Prüfung im Februar rief ich meine beste Freundin morgens um 8 Uhr an und war kurz davor zu verzweifeln: Was, wenn ich die Prüfung nicht bestehe?? Hatte ich wirklich die richtige Entscheidung getroffen, noch einmal zu studieren? Ich wollte mir selbst und allen anderen beweisen, den richtigen Schritt gemacht zu haben und das ist mir dann zum Glück auch gelungen. Mittlerweile bin ich im dritten Semester und meine Mühen tragen Früchte: Ich wurde für ein Austauschsemester in Malaysia Ende nächsten Jahres von meiner Universität nominiert! Eine mega Überraschung, die mir zeigt, dass es sich lohnt, sich reinzuhängen und sein Bestes zu geben.

Du musst die Welt sehen, erleben, beleben.

Aber auch abseits meines Jobs bin ich dieses Jahr viel rumgekommen. Ob Ski fahren in Sölden, Fahrrad fahren im Central Park in New York, ob Mittagessen mit der amerikanischen Elite in der Harvard Business School Kantine in Boston, ob abfeiern auf dem Christopher Street Day in Berlin oder ein Städtetrip nach Stuttgart, Frankfurt/Main oder Hamburg: All das hat mein 2016 geprägt und es um ein kleines Stück besser gemacht. Was ich dabei gelernt habe? Freunde kann man überall kennen lernen und haben, egal wie weit entfernt man voneinander ist oder wie selten man sich sieht. Es gab kaum einen Ort, an dem ich dieses Jahr war und nicht entweder jemanden besucht habe oder neue, interessante Leute kennen gelernt habe. Das liegt wohl auch daran, weil ich nicht einfach nur sagen will, mal in meinem Leben da und da gewesen zu sein, sondern auch wirklich die Kultur und die Gepflogenheiten miterlebt haben möchte.

Word hard, Play hard. Turn up!

Obwohl ich diesen Sommer meine ersten Semesterferien hatte, habe ich es doch traurigerweise dieses Jahr nicht auf ein einziges Festival geschafft! Allerdings ist das wohl auch nicht weiter tragisch, nachdem die meisten sowieso wegen Unwetter abgesoffen sind. Dafür habe ich so einige Bands live sehen können, wobei jedes Konzert immer wieder einzigartig ist. Bei AnnenMayKantereit konnte ich in Erinnerung schwelgen und die Seele baumeln lassen, bei OK KID und Loyle Carner wurde geheadwalkt und gehiphapt was das Zeug hielt, bei The Lumineers und bei Faber war mitsingen und Herzschmerz angesagt und bei Schlachthofbronx wurde einfach nur alles auseinander genommen. So unterschiedlich die Musikrichtungen auch sind, so wenig kann ich sagen, was mir am besten gefallen hat.

Für die verpassten Festivals diesen Sommer gab es wohl noch eine weitere Kompensation: Das Oktoberfest in München war partytechnisch wohl die schönste Zeit des Jahres für mich. Die ausgelassene Stimmung, das Bier, die Musik, die Atmosphäre… Alles kommt so nur einmal im Jahr Ende September in München zusammen. Dabei war es ganz egal, ob ich mit meinem Arbeitgeber die absolute Gönnung an Menü und Getränke hatte, oder ob ich einfach nur mit Freunden in die Zelte gestartet bin. Zwei besondere Besuche gab es dann aber doch: Am ersten Sonntag ist in der Bräurosl „Rosa Wiesn“ angesagt und somit wohl auch der einzige Wiesntag, an dem ich ausser schauen, auch mal anfassen durfte 😀 Eine Woche später war ich mit Freunden in der Brauerboxe im Hofbräuhaus und durfte Familie Steinberg, die Betreiber des Zeltes, mal persönlich kennen lernen. Fazit der Wiesn 2016: 6 Besuche, 8 Zelte, 26 Maß, der ein oder andere Todeskater, ungefähr 400 Euro weniger in meinem Geldbeutel und ein bekackter Kaugummi auf meiner Lederhosn. Vielen Dank, auf Morgen, bis Wiedersehen.

Zum ende des Jahres konnte ich dann endlich mal mein Studentendasein auskosten und durch die Münchener Partyszene hustlen. Die hielt tatsächlich die ein oder andere Überraschung bereit und ist gar nicht so schlecht wie ihr Ruf, man muss bloß wissen wo man hingeht. Während das Neuraum, das Ruby’s und die Nachtgalerie keinen zweiten Besuch wert sind, ist richtiger Turnup im Drella, Crux und in der Roten Sonne angesagt.

Was war das denn für eine Achterbahnfahrt dieses Jahr!?

Ich selbst konnte mich 2016 insoweit weiterentwickeln, dass ich endlich mal das Gefühl genießen konnte, auch allein – ohne an etwas Vergangenem zu hängen – glücklich zu sein. Ich war emotional ungebunden und zwar bereit, mich auf jemanden einzulassen, allerdings ohne es forcieren zu müssen oder irgendetwas oder irgendwem hinterher zu jagen. Dieses Gefühl hielt leider nicht ewig, gibt mir aber dennoch die Zuversicht, diesen Zustand relativ zügig wieder erreichen zu können. Die emotionale Achterbahnfahrt machte mein 2016 deswegen alles andere als langweilig und eintönig. Des Weiteren wurde mir wieder einmal bewusst, wann ich auf mein Bauchgefühl hören sollte und wann nicht. Man lernt eben nie aus.

Aus is, gor is und schad‘ is, dass’s wohr is.

In diesem Sinne: 2016, du warst toll! Du hast mir gezeigt, wie viel mehr es bedeutet, einen Ort zu erleben, anstatt einfach nur dort zu sein. Du hast mich neuen Herausforderungen gegenüber gestellt, bei denen ich nicht dachte, ich sei ihnen gewachsen. Du hast tolle, neue Leute in mein Leben gebracht, die ich so schnell nicht mehr missen möchte. Du hast so einigen Kummer für mich bereit gehalten, du hast mich an mich selbst sowohl zweifeln , als auch glauben lassen und du hast mich an meine Grenzen und darüber hinaus gebracht. Du hast den Weg bereitet für ein perfektes 2017 und mir den Glauben gelassen, dass am Ende alles Gut wird. Und ist es nicht Gut, ist es verdammt nochmal nicht das Ende, nein!

Habedere, 

Max

Wie habt ihr 2016 erlebt? War es besonders schön/schlecht? Freut ihr euch auf das nächste Jahr? Lasst es mich und uns wissen, denn Sharing is Caring.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s